Viertel nach neun
Aus dem Türkischen übersetzt
Mehr als eine in der Literatur verankerte Fahrposition: wie auf dem Pferd nach vorn zu sitzen, mit dem Pferd eins zu werden und wie ein Pfeil loszuschnellen; das Lenkrad gleichsam bei „Viertel nach neun“ zu halten. Beherrschung, Kraft, Pragmatismus vielleicht.
Wenn ihr schon einmal eine analoge Uhr hattet, ist euch aufgefallen, dass die Ziffern 9 und 3 fast symmetrisch zueinander liegen. Im mechanischen Kreislauf von Stunden- und Minutenzeiger zeigt eure Uhr für einen Augenblick 9.15 an. Genau dieses symmetrieartige Bild erscheint auch am Lenkrad, durch eure Hände.
Soweit das Lenksystem es zulässt, die Straße kennenzulernen, wild durch die Kurven zu fahren, mit dem Auto verschmelzen zu können: eine Stufe dahin ist „Viertel nach neun“.
Wie Gedichte lesen …
Neben all diesem Übermut und Draufgängertum gibt es auch die Sicherheitsseite, denn je mehr ihr das Auto beherrscht, desto sicherer und ruhiger fahrt ihr und lasst fahren. Außerdem sorgt der Griff bei „Viertel nach neun“ dafür, dass sich der Airbag sicherer entfaltet. Unter den heutigen Straßenbedingungen ist der ideale Griff für die Sicherheit „Viertel nach neun“.
Wenn man all diese Komponenten und die Bedienelemente am Lenkrad bedenkt, wird „Viertel nach neun“ zu einem der unverzichtbaren Elemente des Fahrens.
Ich lasse hier auch eine Untersuchung da, die sagt, warum wir das Lenkrad entgegen der verbreiteten Meinung nicht bei „zehn vor zwei“ (10-2), sondern bei „Viertel nach neun“ (9-3) halten sollten:
https://www.popularmechanics.com/science/a29861880/best-position-hands-steering-wheel/



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