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Renault Clio V6: Kleine Karosserie, großer Wahnsinn

Aus dem Türkischen übersetzt
Renault Clio V6: Kleine Karosserie, großer Wahnsinn

Stellen Sie sich einen Renault Clio vor. Klein, entspannt in der Stadt zu fahren, eines der gewöhnlichen Autos des Alltags… Setzen Sie den Motor jetzt nicht nach vorn, sondern dorthin, wo eigentlich die Rücksitze sein sollten. Und zwar kein bescheidener Vierzylinder, sondern ein 3,0-Liter-V6-Saugmotor. Hier ist er: der Renault Clio V6.

Alles, was man von einem Clio nicht erwartet

Anfang der 2000er Jahre warf Renault die Regeln der Welt der kleinen Schrägheck-Modelle geradezu über Bord. Der auf der zweiten Clio-Generation basierende V6 sah von außen zwar aus wie ein Clio, hatte aber einen völlig anderen Charakter als die Standard-Clios.

Die größte Veränderung steckte nicht unter der Motorhaube. Der Motor saß jetzt hinten. Der 3,0-Liter-V6-Saugmotor, der den Platz der Rücksitze einnahm, verwandelte das Auto von einem frontgetriebenen Stadtauto in eine hinterradgetriebene Maschine mit völlig anderem Fahrcharakter.

Und Renault begnügte sich damit nicht. Die Karosserie wurde deutlich verbreitert, die Kotflügel vergrößert, und der kleine Aufbau des Clio bekam geradezu das Aussehen eines Rennwagens.

3,0-Liter-V6, hinten!

Das auffälligste Merkmal des Clio V6 war zweifellos die Motoranordnung. Während der Motor beim Standard-Clio vorn sitzt, wurde er bei der V6-Version direkt hinter der Kabine platziert. Deshalb fand der Motorraum des Clio V6 im Heckbereich einen ganz eigenen Platz.

Der erste Clio V6 Phase 1 hatte einen 3,0-Liter-V6-Saugmotor mit etwa 230 PS Leistung. Der später folgende Phase 2 steigerte die Leistung auf etwa 255 PS.

Die Zahlen klingen heute vielleicht nicht sehr hoch. Aber in einem kleinen Auto von etwa 1.300 Kilogramm machte die Kombination aus V6-Saugmotor, Hinterradantrieb und Schaltgetriebe den Clio V6 viel besonderer, als es die Leistungswerte auf dem Papier vermuten ließen.

Und vielleicht am wichtigsten: Es gab keinen Turbo.

Wenn man aufs Gaspedal trat, kam der Leistungszuwachs nicht durch einen elektronischen Filter, sondern der Charakter des V6-Saugers erreichte direkt die Ohren und Hände des Fahrers.

Warum war der Clio V6 so breit?

Wenn Sie den Clio V6 zum ersten Mal sehen, wird Ihnen wahrscheinlich als Erstes seine breite Karosserie auffallen. Denn dieses Auto wollte nicht wie ein normaler Clio aussehen.

Breitere Kotflügel, große Lufteinlässe, andere Stoßfänger und aggressive Designdetails zeigten deutlich, was das Auto eigentlich war. Diese Breite war nicht nur optische Show. Sie war auch für die Kühlung und die mechanische Infrastruktur nötig, die der große V6-Motor im Heck brauchte.

Die seitlichen Lufteinlässe wurden zu einem der charakteristischsten Details des Clio V6. Diese großen Luftkanäle, die man an der Seite eines normalen Clio nicht erwartet, verrieten die wahre Identität des Autos.

Auf den ersten Blick unterhaltsam, am Limit gefährlich

Einer der Punkte, die die Geschichte des Clio V6 interessant machen, ist sein Fahrcharakter. Die Verlagerung des Motors nach hinten und der Hinterradantrieb machten die Gewichtsverteilung des Autos völlig anders als beim Standard-Clio. Das gab dem Auto einen ganz anderen und zeitweise ziemlich fordernden Charakter.

Besonders der Phase 1 war für seine rohe und aufmerksamkeitsfordernde Art bei der Fahrdynamik bekannt. Wenn man zu aggressiv mit dem Gaspedal umging, konnte der Charakter des Hecks schnell zum Vorschein kommen. Deshalb war der Clio V6 nicht nur ein starkes Auto, sondern auch eines, das von seinem Fahrer Respekt verlangte.

Genau das machte ihn unvergesslich. Heute versuchen viele Performance-Autos, Fahrfehler mit elektronischen Systemen zu korrigieren. Der Clio V6 sticht dagegen als eines der Autos hervor, die die Verbindung zwischen Fahrer und Auto viel direkter spüren lassen.

Phase 1 und Phase 2: Gleicher Name, anderer Charakter

Die Produktionsgeschichte des Clio V6 teilt sich im Allgemeinen in zwei Phasen: Phase 1 und Phase 2. Phase 1 wurde von Renault Sport entwickelt und von Tom Walkinshaw Racing in Schweden gebaut. Später wurde die Produktion in die Renault-Sport-Werke in Frankreich verlegt, und Phase 2 entstand.

Phase 2 war nicht nur stärker. Dank seiner breiteren Karosserie, der verbesserten Fahrwerksgeometrie, der optimierten Aerodynamik und der höheren Performance gilt er als die ausgereifte Version des Clio V6.

Der Phase 2 mit 255 PS ist heute eines der Modelle, die bei Sammlern und Autoliebhabern besonderes Interesse wecken.

Er trug den Geist eines Rennwagens in sich

Bei der Entstehung des Clio V6 spielte Renaults Motorsportgeschichte eine wichtige Rolle. Mit Clio-basierten Rennwagen hatte Renault seine sportliche Identität in der Klasse der kleinen Schrägheck-Modelle bereits bewiesen. Der V6 war die für die Straße angepasste, ziemlich extreme Version dieses Verständnisses.

Wenn man sich das Auto ansieht, ist das eigentlich nicht schwer zu verstehen. Kleine Karosserie, breite Spur, Mittelmotor-Anordnung, Hinterradantrieb und V6-Sauger. In der heutigen Autowelt ist diese Kombination kaum noch zu finden.

Warum wurde er zur Legende?

Der Grund, warum der Renault Clio V6 zur Legende wurde, ist nicht nur, dass er schnell war. Denn es gab schnellere Autos. Es gab Autos mit besserer Straßenlage. Es gab auch luxuriösere, technologischere und stärkere Autos.

Aber nur wenige Autos waren so ungewöhnlich, dass man sich fragte: „Warum haben sie das eigentlich gemacht?“ Der Clio V6 war genau so ein Auto.

Die Karosserie eines Stadtautos zu nehmen, den Motor dahinter zu setzen, die Rücksitze zu entfernen, die Karosserie zu verbreitern und einen V6-Sauger einzubauen, wirkt selbst heute noch ziemlich verrückt. Und das tat nicht eine große Supersportwagen-Marke, sondern Renault.

Der große Wahnsinn kleiner Autos

Der Renault Clio V6 beantwortet vielleicht eine der interessantesten Fragen der Automobilgeschichte: „Wie weit kann man einen Kleinwagen treiben?“ Die Antwort waren ein V6-Motor mit etwa 3,0 Litern, Hinterradantrieb und eine verbreiterte Karosserie.

Der Clio V6 war nie ein Auto für jedermann. Genau das machte ihn besonders. Er wurde nicht entworfen, um vernünftig zu sein. Er wurde nicht entworfen, um praktisch zu sein. Er jagte keiner Kraftstoffersparnis hinterher. Er wollte einfach anders sein.

Und das schaffte er.

Wenn wir heute den Renault Clio V6 betrachten, sehen wir nicht nur einen schnellen Kleinwagen, sondern eines der Symbole einer Zeit, in der noch nicht „alles elektronisch war“ und Ingenieure manchmal allein aus Spaß verrückte Ideen umsetzen konnten.

Schlusswort

Der Renault Clio V6 ist eines der Autos, die zeigen, dass die Frage „Warum?“ in der Autowelt manchmal die schönste Antwort sein kann. In einen kleinen Clio packte er einen riesigen Charakter.

Und vielleicht machte ihn genau das so unvergesslich: Außen Clio, innen purer Wahnsinn.

HINWEIS: Das Auto auf dem Bild ist ein Clio Phase 2.

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