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Felge, Einpresstiefe und Tieferlegung: So findest du das richtige Fitment und verbesserst dabei die Straßenlage

Aus dem Türkischen übersetzt
Felge, Einpresstiefe und Tieferlegung: So findest du das richtige Fitment und verbesserst dabei die Straßenlage

Es gibt zwei grundlegende Faktoren, die die Haltung eines Autos verändern: die Felgenwahl und der Abstand zum Radkasten, also die Tieferlegung. Ein Auto, das optisch großartig aussieht, kann aber wegen falsch berechneter Parameter zu einer fahrenden Katastrophe werden, die in der Kurve am Radkasten schleift, deren Lenkung schwergängig wird oder die das Fahrwerk verschleißt.

Ist es also möglich, die Haltung des Autos perfekt hinzubekommen (Fitment) und dabei weder bei der Straßenlage noch beim Komfort noch bei der Gesundheit des Fahrwerks Abstriche zu machen? Hier kommt die Schritt-für-Schritt-Anleitung zur richtigen Berechnung.

1. Was ist Fitment, und warum bedeutet es nicht nur, große Felgen zu montieren?

Fitment ist das millimetergenaue Zusammenspiel von Felge, Reifen und Radhaus. Dass Felge und Kotflügel von außen bündig (flush) abschließen, ist der Traum vieler Autoliebhaber. Dabei müssen aber diese drei Faktoren gemeinsam betrachtet werden:

  • Felgenbreite (Width – 7J, 8J usw.): Die Basisbreite der Felge in Zoll.
  • Einpresstiefe (ET-Wert): Der Abstand der Anlagefläche der Felge zur exakten Mittellinie der Felge in Millimetern.
  • Tieferlegung (Absenkung): Der Höhenverlust, der durch Sportfedern, Gewindefahrwerk oder Luftfahrwerk entsteht.

2. Die ET-Logik (Einpresstiefe) verstehen: nach innen oder nach außen?

Die Berechnung der Einpresstiefe wirkt oft verwirrend. Die Grundlogik ist aber ziemlich einfach:

  • Je kleiner der ET-Wert wird (zum Beispiel von ET45 auf ET35), desto weiter steht die Felge nach außen und desto näher kommt sie dem Kotflügel.
  • Je größer der ET-Wert wird (zum Beispiel von ET35 auf ET45), desto weiter wird die Felge nach innen gezogen und desto näher kommt sie dem Fahrwerk oder dem Bremssattel.

Goldene Regel: Wenn du bei deinem Serienauto eine breitere Felge montierst, kannst du den ET-Wert nicht willkürlich wählen. Wenn du den ET-Wert zu stark senkst, kann der Reifen am Kotflügelfalz oder an der Kotflügelkante schleifen. Wenn du den ET-Wert zu stark erhöhst, kann die Felge den Dämpfer, Fahrwerksteile oder den Bremssattel berühren.

3. Spurverbreiterungen (Spacer): Die sichere Methode, die Räder nach außen zu bringen

Um die vorhandenen Felgen, ohne sie zu tauschen, oder eine Felge mit hohem ET-Wert nach außen zu bringen, kann man Spurverbreiterungen, auch Spacer genannt, verwenden. Dabei gibt es aber zwei kritische Details:

Sie müssen nabenzentriert sein

Billige, flache Spurverbreiterungen können vor allem bei hohen Geschwindigkeiten Probleme mit Auswuchtung und Vibrationen verursachen. Die verwendete Spurverbreiterung muss exakt auf die Fahrzeugnabe und den Felgensitz passen und als Typ mit Zentrierring oder Nabenzentrierung ausgeführt sein.

Es müssen längere Radschrauben verwendet werden

Besonders bei Spurverbreiterungen, die dicker als 5 mm sind, kann sich die Einschraubtiefe der serienmäßigen Radschrauben verringern. Deshalb müssen entsprechend der Dicke der Spurverbreiterung längere Radschrauben oder ein passendes Befestigungssystem verwendet werden.

4. Zusammenhang zwischen Tieferlegung und Sturz

Fahrwerksgeometrie

Wenn das Auto mit Sportfedern, Gewindefahrwerk oder einem ähnlichen System tiefergelegt wird, ändert sich der Arbeitswinkel der Fahrwerkslenker. Dadurch kann an den Rädern ganz natürlich ein gewisser negativer Sturz entstehen, also dass die Oberseite des Rades nach innen kippt.

  • Vorteil: Er kann dazu beitragen, dass das kurvenäußere Rad ausgewogener auf der Straße steht, und die Straßenlage verbessern.
  • Risiko: Zu starke Tieferlegung und zu viel negativer Sturz können zu vorzeitigem Verschleiß der Reifeninnenseiten und zu schlechterer Geradeauslaufstabilität führen.

Nach dem Tieferlegen sollte unbedingt eine 3D-Achsvermessung durchgeführt werden; Sturz, Spur und die übrigen Fahrwerkswinkel müssen innerhalb der Werkstoleranzen oder auf Werte eingestellt werden, die zum Verwendungszweck passen.

5. Das Rezept für perfektes Fitment

  1. Halte die Balance zwischen Optik und Alltagstauglichkeit

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    Bei einem Alltagsauto verringert ein Abstand von etwa 1–2 Fingern zwischen Kotflügel und Reifen das Risiko, bei Bodenwellen durchzuschlagen, und erhält den Federweg des Fahrwerks.

  2. Achte auf die Falle der gestreckten Reifen (Stretched)

    Einen schmalen Reifen auf eine breite Felge zu ziehen, um Schleifen am Kotflügel zu verhindern, kann optisch gewünscht sein. Bei übertriebener Umsetzung ist es aber möglich, dass der Reifen die Felge nicht ausreichend schützt, der Komfort sinkt und bei sportlicher Fahrweise ein Sicherheitsrisiko entsteht.

  3. Nutze ET-Rechner

    Es sollten ET-Rechner verwendet werden, die die Original-Felgenwerte des Autos mit Breite und ET-Wert der geplanten Felge vergleichen. So lässt sich vorher sehen, wie viele Millimeter die neue Felge nach innen und nach außen wandert.

  4. ```

Zusammenfassung

Richtiges Fitment bedeutet nicht nur, das Auto näher an den Boden zu bringen. Es ist die Kombination aus einem klug berechneten ET-Wert, der richtigen Felgen- und Reifengröße, passender Spurverbreiterungsstärke und gesunder Fahrwerksgeometrie.

Ein Aufbau, der sowohl das Auge anspricht als auch Vertrauen beim Einlenken in die Kurve gibt, entsteht dadurch, dass alle diese Werte gemeinsam und richtig berechnet werden.

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