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Honda Prelude: Die japanische Legende, die nicht in den Schatten passt

Aus dem Türkischen übersetzt
Honda Prelude: Die japanische Legende, die nicht in den Schatten passt

Der Honda Prelude, geboren im goldenen Zeitalter der japanischen Autokultur, erarbeitete sich mit seinem schicken Design, seinen hochdrehenden Motoren, seinem fahrorientierten Charakter und seinen für die Zeit fortschrittlichen Technologien einen ganz eigenen Platz.

Wenn heute über japanische Autos wie Toyota Supra, Nissan Skyline GT-R oder Mazda RX-7 gesprochen wird, bleibt der Prelude oft im Hintergrund. Das ändert aber nichts daran, wie besonders das Auto ist. Für Autoliebhaber, die den Prelude näher kennen, hat er sogar einen ganz anderen Stellenwert. Doch was machte ihn so besonders?

Wie entstand der Honda Prelude?

Der Honda Prelude erschien erstmals 1978. Er half Honda, mit mehr Nachdruck in die Welt der Sportwagen einzusteigen, und wurde als Coupé zwischen Civic und Accord entwickelt.

Die erste Generation hatte noch kein so aggressives Design wie die späteren Modelle. Sie legte jedoch das Fundament für Hondas sportliches Coupé-Verständnis. Der Erfolg des Modells führte dazu, dass Honda den Prelude weiterentwickelte, und mit den folgenden Generationen wurde das Auto zunehmend technologischer, sportlicher und charakterstärker. Die wirklich bemerkenswerte Zeit begann in den 1980er und 1990er Jahren.

Die Zeit des Designwandels: Zweite und dritte Generation

Mit dem Prelude der zweiten Generation bekam das Auto einen viel sportlicheren Charakter. Besonders die flache Karosserie und die scharfen Linien, die das damals beliebte Designverständnis widerspiegelten, machten den Prelude für junge Autoliebhaber attraktiv. Der Prelude der dritten Generation war jedoch einer der wichtigsten Wendepunkte in der Geschichte des Modells.

Der 1987 vorgestellte Prelude der dritten Generation fiel mit seinem für die Zeit äußerst modernen Design auf. Die flache Nase, die breite Karosserie und die sportlichen Coupé-Proportionen gaben dem Auto einen kraftvollen Auftritt.

Und hier begegnet uns eines der wichtigsten Merkmale des Prelude: 4WS – Four Wheel Steering

Honda verbesserte mit dem Einsatz der Allradlenkung beim Prelude die Kurvenfähigkeit und Wendigkeit des Autos. Dank der in bestimmten Verhältnissen mitgelenkten Hinterräder bot das Auto besonders in Kurven und auf engem Raum einen Fahrcharakter, der sich von vielen Konkurrenten der Zeit unterschied.

Heute sehen wir die Allradlenkung in vielen modernen Autos. Dass der Prelude sie aber Ende der 1980er Jahre in einem Serien-Coupé anbot, zeigt, warum das Modell technologisch so wichtig ist.

Prelude und die hochdrehenden Honda-Motoren

Eines der wichtigsten Merkmale, an die man bei Honda denkt, ist die Motorentechnologie. Auch der Prelude war ein wichtiger Vertreter dieser Tradition.

Besonders die in den späteren Generationen verwendeten Vierzylindermotoren fielen durch ihre Drehfreude und ihren sportlichen Charakter auf. Die Saugmotor-Philosophie, die Honda in der Motorentechnik verfolgte, beeinflusste den Fahrcharakter des Prelude direkt.

Das Ziel dieser Autos war nicht nur, hohe Leistung zu erzeugen. Entscheidend war der Charakter des Motors, der den Fahrer zum Ausdrehen motivierte.

Die Reaktion des Motors beim Gasgeben, sein sich mit steigender Drehzahl veränderndes Geräusch und das Fahrgefühl in Kombination mit dem Schaltgetriebe machten den Prelude zu einem Auto, das sich nicht allein anhand technischer Daten bewerten lässt.

Prelude der fünften Generation: Die gereifte Legende

Der 1996 vorgestellte Prelude der fünften Generation steht für eine der reifsten Phasen des Modells.

Das Design mit runderen Linien, die flache Karosserie und der breite Auftritt gaben dem Auto ein ganz eigenes Aussehen. Der Prelude war nun nicht mehr nur ein sportlich aussehendes Coupé, sondern auch mit seinen Fahreigenschaften ein anspruchsvolles Auto.

Auch wenn die in dieser Generation verwendeten Motoroptionen je nach Markt variierten, steigerten besonders die Hochleistungsmotoren der H22-Familie den Ruf des Prelude weiter.

Besonders die Versionen mit VTEC-Technologie spiegelten Hondas Charakter hochdrehender Motoren sehr gut wider.

Dass sich der Motor bei niedrigen Drehzahlen ruhig verhält und im oberen Drehzahlbereich seinen Charakter wechselt, macht den Prelude zu einem wichtigen Beispiel dafür, warum das VTEC-System in der Autowelt einen so besonderen Stellenwert hat.

Prelude Type SH: Für alle, die mehr wollten

Einige Versionen des Prelude richteten sich an Fahrer, die mehr als das Standardmodell wollten. Eine davon war der Type SH.

Der Type SH zeigte, dass Honda den Prelude nicht nur mit einem starken Motor, sondern auch bei Fahrwerk und Straßenlage weiterentwickelte. Die als aktives Drehmomentverteilungssystem bekannte ATTS-Technologie sollte die Kurvenperformance des Autos verbessern, indem sie in Kurven die Drehmomentverteilung zwischen den Vorderrädern veränderte.

Diese Technologie ist eines der wichtigen Details, die zeigen, wie vorausschauend der Prelude für seine Zeit war.

Einige Ideen der elektronischen Fahrassistenten, die wir heute in modernen Performance-Autos sehen, schon im Prelude der 1990er zu finden, ist ziemlich beeindruckend.

Warum wird er nicht so viel besprochen wie ein Supra oder RX-7?

Genau das ist eine der interessantesten Seiten des Prelude. Der Honda Prelude wurde nie direkt als Performance-Legende wie der Toyota Supra oder der Mazda RX-7 vermarktet. Der Prelude stand an einem anderen Punkt.

Er hielt eine Balance zwischen Alltagstauglichkeit und sportlichem Fahren. Deshalb kann man den Prelude eher als sportliches GT-Coupé denn als reinrassigen Sportwagen betrachten. Das schmälert seinen Wert aber nicht.

Im Gegenteil, eine der größten Stärken des Prelude war vielleicht genau das: bequem genug für jeden Tag, sportlich genug für Freude am Wochenende und innovativ genug, um die Technologien seiner Zeit zu nutzen.

Warum weckt der Honda Prelude heute noch Interesse?

Weil der Prelude einige Eigenschaften vereint, die bei heutigen Autos immer seltener werden. Eine eher leichte Karosserie, Saugmotor, Schaltgetriebe, hochdrehender Charakter, Coupé-Design und fahrorientierte Ingenieurskunst.

Moderne Autos können schneller sein. Sie können mehr Technologie bieten und höhere Leistung erzeugen. Doch das Fahrgefühl, das der Prelude bietet, ist anders. Hinter dem Lenkrad steht weniger die Elektronik als vielmehr die Beziehung des Fahrers zum Auto im Vordergrund.

Genau deshalb wecken besonders die Prelude-Modelle der dritten, vierten und fünften Generation heute weiterhin das Interesse von Autoenthusiasten.

Ist der Honda Prelude eine JDM-Legende?

Das Wort „JDM“ wird heute sehr breit verwendet. Um den Platz des Prelude in der japanischen Autokultur zu verstehen, muss man jedoch auf die japanische Autowelt der 1980er und 1990er blicken.

Damals entwickelten Hersteller wie Honda, Toyota, Nissan und Mazda sportliche Autos mit jeweils eigenem Charakter. Der Prelude wurde zu einem der weniger besprochenen, aber äußerst erfolgreichen Vertreter dieser Zeit.

Er bot einen anderen Ansatz als den leichten, tuningfreundlichen Charakter des Civic, die sportliche Art des Integra oder die pure Performance des NSX. Das Ziel des Prelude war, seinem Fahrer sowohl Sportlichkeit als auch Alltagstauglichkeit zu bieten.

Deshalb ist es richtiger, ihn nicht als „JDM-Performance-Bestie“ zu bezeichnen, sondern als eines der wichtigen Modelle zu sehen, die das sportliche Coupé-Verständnis der japanischen Ingenieurskunst repräsentieren.

Der Prelude auf dem Gebrauchtwagenmarkt

Das wachsende Interesse an klassischen Honda-Modellen bringt heute auch den Prelude wieder ins Gespräch. Doch wegen seines fortgeschrittenen Alters reicht es beim Kauf eines Prelude nicht, nur auf Motor und Getriebe zu schauen.

Zustand des Rahmens, Rost, Fahrwerk, elektronische Systeme, Wartungshistorie des Motors und besonders bei modifizierten Fahrzeugen die Qualität der durchgeführten Arbeiten sollten sorgfältig geprüft werden.

Denn heute haben saubere und weitgehend originale Prelude-Exemplare eine ganz andere Stellung als gewöhnliche Gebrauchtwagen.

Besonders Exemplare mit möglichem Sammlerwert, niedrigem Kilometerstand und guter Pflege geraten stärker ins Visier der Autoliebhaber.

Das Erbe des Honda Prelude

Die Produktion des Prelude endete 2001. Doch seine Geschichte endete damit nicht.

Das Modell hinterließ in Hondas sportlicher Coupé-Geschichte eine wichtige Spur. Mit vielen Merkmalen, von innovativen Technologien wie der Allradlenkung bis zu VTEC-Motoren, wurde der Prelude zu einem der Modelle, die Hondas Ingenieursverständnis widerspiegeln.

Und vielleicht ist es genau das, was den Prelude besonders macht. Er musste nie das stärkste Auto sein. Er musste auch nicht das schnellste sein. Das Ziel des Prelude war, seinem Fahrer ein Erlebnis zu bieten, bei dem er mit dem Auto eins werden konnte.

Fazit: Eine still gebliebene japanische Legende

Der Honda Prelude ist vielleicht nicht das meistbesprochene japanische Coupé der Automobilgeschichte. Doch wenn man etwas tiefer geht, begegnet einem ein äußerst interessantes Auto.

Schickes Design, hochdrehende Motoren, Schaltgetriebe, Allradlenkung und fahrorientierte Ingenieurskunst. All das macht den Prelude zu mehr als nur einem alten Honda.

Der Prelude ist eines der Autos, die Hondas Verständnis von „Fahrspaß“ in einer anderen Form bieten. Vielleicht macht ihn genau das heute so besonders. Denn manche Autos sorgen zu ihrer Zeit für großes Aufsehen. Andere werden Jahre später wiederentdeckt.

Der Honda Prelude gehört eindeutig zur zweiten Gruppe.

HINWEIS: Das Auto auf dem Bild ist der Honda Prelude des verstorbenen Barış Manço. Das Auto wurde aus Belgien herbeigeholt, in der Türkei erneut gewartet und repariert und an den Ort gestellt, an den es gehört, auf das Gelände vor seinem Haus.

Kommentare 1

Mustafa Yazkan
Mustafa Yazkan vor 28 T.

In meiner Studienzeit (1996–2000) hatte ein Freund von mir einen Prelude Baujahr 93. Ich bin ihn ziemlich oft gefahren. Deshalb möchte ich sagen, dass ich Ihrem Text vollständig zustimme. Der Prelude ist wirklich ein wertvolles Auto.

Aus dem Türkischen übersetzt